Milieuschilderung über das frühe Ofenloch

Das heutige Ambiente hat sich gegenüber dem damaligen wohl absolut verbessert, wie man aus der folgenden zeitgenössischen Schilderung aus dem 18. Jahrhundert entnehmen kann.

„Dumpfe Stuben mit weißen Wänden und braunem Täfelwerk, Tische und Stühle von weichem Holze, blecherne Leuchter und stinkende Unschlittkerzen, das war die ganze Einrichtung.

Vom Decken eines Tisches war keine Rede, dieses Recht war nur den eigentlichen Speisehäusern eingeräumt und das Bier wurde in blechernen und zinnernen Kannen aufgesetzt, welche Zimente hießen.

Es gab damals nur dreierlei Biere. Das braune, welches so dick war, dass man eine Kröte darin nicht bemerkt hätte, und das sonderbar Weißbier genannt wurde, das Mailänderbier, eine lichtere Sorte und das Horner Bier – ein Haferbier, welches gelblich aussah, in steinernen Krügen abgefüllt wurde und stark moussierte.

Zu essen bekam man in dieser Bierschenke nichts als Brot, geselchte Würste und Quargelkäse, höchstens noch des Abends einen Rostbraten, Lungenbraten oder saure Nieren.“

Wir hoffen, dass Sie nach einem Besuch im heutigen Ofenloch ein besseres Urteil abgeben können!

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